
1. Einleitung
2. Anwendung
3. Produktbeschreibung
3.1 Materialien
3.2 Draht
3.2.1 Drahtstärken
3.3 Bauteile der Gabionen
4. Montage + Einbau
4.1 Füllvarianten
4.2 Steine und weitere Füllmaterialien
5. Vegetation
6. Zubehör
7. Maße/technische Daten
8. Flußmatratzen (als Sonderform der Gabione)
9. Sackgabione
10. Musterleistungsverzeichnistexte (MLV)

1. Einleitung
Gabionen werden unter verschiedenen Begriffen angeboten und bezeichnet. U.a.
gelten als gleichwertige Begriffe: Steinkörbe, Drahtschotterkästen,
Schanzkorb/Schanzkörbe, Drahtsteinkorb/Drahtsteinkörbe, Steinbox/Stonebox
oder Flussmatratze/Flussmatratzen (als Sonderform der Gabione).
Weiterhin gibt es Netzgabionen, hierzu sind weitere Informationen in der Produktbeschreibung
BesTec®
Kammerdeckwerke KDW erhältlich.
Das Wort Gabione kommt aus dem italienischen (gabbiar) und bedeutet Korb. Insofern ist „Gabionenkorb“ als Bezeichnung eine Doppelung des Namens. Gabionen gibt es in kleineren Bauformen auch als transportable Steinkörbe bzw. als Drahtschotterkasten. Grundsätzlich handelt es sich um einen Drahtkorb, der mit Steinen bzw. teilweise mit Boden gefüllt wird. Auch Bezeichnungen wie Stahlgitterkörbe bzw. Drahtgitterkörbe, Trockenmauerkörbe u.ä. Bezeichnungen sind üblich.

Erstmals wurde um 1890 in Italien zur Sicherung einer
Uferböschung diese Technologie eingesetzt. Jedoch unterscheidet sich
das Produkt Gabione per 1890 deutlich von der heutigen Technologie. Früher
waren die Körbe eher zylindrisch und wurden nach und nach auch für
Hangsicherungsaufgaben und den Einsatz als Stützmauer eingesetzt. Hierdurch
wurde die würfel- oder quaderförmige Form, die heute angeboten wird,
der übliche Standard. Gabionen werden überwiegend als Abfangelement
an Hängen zur Aufnahme des horizontalen Erddrucks eingesetzt. Sie sind
eine preisliche Alternative zur Verwendung von Fertigteilen, z.B. aus Beton
oder monolitischen Mauern. Es ist eine schnelle Baumethode, die die Sicherung
und den Verbau an Hängen gewährleistet. Effektiv und einfach, das
sind die Merkmale dieser Baumethode. Die Verwendung als Stützmauer an
Böschungen oder freistehenden Konstruktionen, z.B. als Lärmschutzwand
sind weitere klassische Anwendungsgebiete. Aber auch die als gestalterisches
Element oder zur künstlerischen Darstellungen haben Gabionen Ihre Anwendung
bzw. Verwendung gefunden.
Leider sind seit einigen Jahren erhebliche Fehler bei der Produktion und dem
Einbau von Gabionen festzustellen. Diese sind -auf Basis des allgemeinen Kostendrucks-
bei der Materialqualität aber auch durch den Verzicht auf wichtige Bauteile
(z.B. Trennwände) und bei der Verwendung der richtigen Befüllmaterialien
(falsche Sieblinie, zuviel Unterkorn usw) festzustellen.
Daher werden auf den nachfolgenden Seiten die wichtigsten Informationen rund
um das Thema Gabionen beschrieben.
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Ein Negativbeispiel: Geschweißte
Gabionen nicht komplett verfüllt
(der Deckel wölbt sich nach unten auch bis teilweise das Gestein kleiner als die Maschinenweite) |
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Gabionen sind wasserdurchlässig. Dadurch ist die Gefahr des hydrostatischen
Überdrucks an Böschungen häufig eleminiert oder zumindestens
deutlich reduziert. Dadurch können sehr häufig kostenintensive Drainagearbeiten
entfallen. Im gestalterischen Bereich können z.B. Betonbauwerke mit vorgehängten
Gabionen (eine Sonderausführung, die mit nur ca. 15 cm besonders schmal
ist) gestalterisch aufgewertet werden. Hier sind entsprechende Befestigungssysteme
jedoch erforderlich, um das nicht unerhebliche Gewicht sicher und langlebig
aufnehmen zu können. Die gleiche Technologie kann für die Gestaltung
von Gebäudefassaden verwendet werden und bieten je nach Befüllungsmaterial
einen optischen Reiz und kombinieren diesen zusätzlich mit dem Schutz
vor klimatischen Einflüssen. Im engeren Sinne bedeutet dieses, dass im
Sommer eine kühlere Raumtemperatur gewährleistet werden kann und
im Winter durch die Isolation die Raumtemperatur erhöht wird. Ebenfalls
wird die Mauer vor Umwelteinflüssen, z.B. Regen geschützt.
Auch eine Begrünung mit verschiedenen Arten von Kletterpflanzen, Sedum als auch besonderen Gräsern ist möglich. Diese Möglichkeit der Begrünung z.B. als Lärm- und Sichtschutz hat neben dem optischen Vorteil auch den Zusatznutzen, dass durch die Wurzeln die Festigkeit der Gabionen somit den Zusammenhalt der Steine erhöht. Es ist eine umweltfreundliche hochstabile und flexible sowie witterungsbeständige Bauart. Bei entsprechend richtiger Auswahl der Befüllmaterialien ist eine harmonische Integration in das Landschaftsbild möglich. Auch der ökologische Nutzen, die Umweltfreundlichkeit und der ökologische Wert durch Schaffung artenreicher Lebensräume für kleine Säugetiere, Insekten, Reptilien, Amphibien (z.B. Eidechsen und Kreuzotter) erhöht die Attraktivität des Einsatzes von Gabionen. In den Zwischenräumen der Steine wird genügend Lebensraum für die o.g. Lebewesen geschaffen. Auch dienen diese teilweise als Versteck, wenn
größere Zwischenräume vorhanden sind, z.B. höhlenbrütende Vögel, wie die Kohlmeise. Auch der Siebenschläfer und kleinere Wirbeltiere nutzen die Hohlräume als Überwinterungsmöglichkeit bei entsprechend geeigneten Standorten. Die Biobilanz wird auch dadurch positiv beeindruckt, dass bei der Verwendung von Gabionen Transport und Lagerung dieser Elemente in einem vollständig zerlegten Zustand erfolgt. Somit wird die geringst mögliche Lagerfläche als auch Transportvolumen verwendet.
BGS bietet eine Vielzahl von Gabionenvarianten an, speziell für den verarbeitenden
Galabau.
Die BesTec®Gabionen werden nur an Gewerbebetriebe der Baubranche
vertrieben.
BGS als Partner des Galabaus bietet interessierten Unternehmen die Möglichkeit
der Zusammenarbeit für die Befüllung und den Einbau in Form eines
Gebiets- oder Projektschutzes an. Unser Unternehmen baut Gabionen grundsätzlich
nicht ein, hilft Interessenten jedoch ggf. einen geeigneten Fachbetrieb für
die Befüllung und den Einbau zu finden.
Im städtischen Bereich, insbesondere für den Sicht- und Lärmschutz, zeichnen sich die Gabionen durch ihre Beständigkeit gegen Vandalismus aus. Ein Umkippen der Gabionen ist nicht möglich. Ebenfalls ist das Besprühen (Graffiti) bedingt durch den Untergrund und Aufbau der Gabionen schlecht durchführbar. Ein weiterer Vorteil ist im städtischen Bereich aber auch im außerstädtischen Bereich die Einsparung an Platz, insbesondere im Neubaubereich, wo der Landschaftsverbrauch auf ein Minimum reduziert werden sollte. So ist z.B. bei einer Schallschutzmaßnahme nur 1/10 des Platzbedarfs erforderlich, den üblicherweise bei einer herkömmlichen Erdbauvariante (als Wall) erforderlich ist. Ebenfalls ist eine Beschädigung Verunzierung durch Graffiti, z.B. durch eine Bepflanzung, wo möglich, noch zusätzlich einsetzbar, um das Anbringen von Graffiti zu unterbinden.
Neben dem bereits erwähnten Einsatz als Lärmschutz- und Sichtschutzwand werden Gabionen im Landschafts- und Gartenbau zur Gartengestaltung und, wie bereits erwähnt, auch für die Gestaltung von Gebäuden und Fassaden verwendet. Trocken- und Schwergewichtsmauern sind ein weiterer Verwendungszweck. Die Hangbefestigung und Sicherung, der Bau von Stützwänden und -mauern, sowie Unterführungen und Böschungswände sind weitere Verwendungsmöglichkeiten. Auch der Straßen- und Wegebau, der Einsatz zur kommunalen Deponieabdeckung sowie im Bereich der Oberflächenwasserbehandlung und dort als sogenannte Rigolen, sind klassische Anwendungsbereiche.
Bei der Rigolentechnik werden die Gabionen eingegraben, um so ein großes Versickerungsvolumen für das abgeleitete Oberflächenwasser z.B. in Neubaugebieten zu schaffen. Somit wird die natürliche Entwässerung reguliert durch die hohe Wasserdurchlässigkeit, die die Gabionentechnik bietet. Die Gefahr des Druckaufbaus durch Feuchtigkeit wird bei Gabionen verhindert, da sie Luft- und Feuchtigkeitsdurchlässig sind. Dieses ist nicht nur bei der klassischen Entwässerungstechnik, sondern auch bei der Stabilisierung von Erdwällen und Dammkonstruktionen von großem Vorteil und Nutzen. In vielen Fällen kann bei einer konstruktiven Lösung mittels Gabionen auf ein Fundament verzichtet werden. Auf jeden Fall muss jedoch die Standfestigkeit in jeder Lage gewährleistet sein, daher ist eine statische Überprüfung aus sicherheitstechnischen Gründen unerlässlich. Die Ausführung der Sohle ist je nach statischer Berechnung vorzunhemen, ggf. auf einem entsprechend geeigneten Geotextil und unter Berücksichtigung von eventuellen erforderlichen Frostschutzschichten. Auch die Entwässerung der Sohle zur Ableitung von Hangwasser ist zu berücksichtigen.
Grundsätzlich muss beim Aufbau der Gabionen der zeitgleiche Ablauf der Steinkorbbefüllung und der entsprechenden Hinterfüllung berücksichtigt werden. Im Wasserbau, z.B. unter Wasser als Uferschutz und Befestigung u.ä. Anwendungen, ist ein beschränkter Einsatz von Gabionen möglich. Insbesondere in fließenden Gewässern sowie bei Wellenschlag (Sog und Schwall) sind die
Beständigkeiten durch die hydraulisch mechanischen Belastungen begrenzt. Hier wird je nach Anwendungsfall ggf. auf langlebigere Produkte, z.B. die BesTec® Kammerdeckwerke und BesTec® Steinwalzen zurückgegriffen. Auf jeden Fall müssen die Einbaubedingungen sowie die Betriebsbedingungen bei dem Einsatz von Gabionen im Wasserbau genauestens geprüft werden, um die Eignung zu überprüfen.
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In der Gartengestaltung lassen sich Gabionen als dekoratives Gestaltungselement sehr gut einsetzen. So können hiermit z.B. ebenfalls Trockenmauern als Ersatz für Gartenzäune, aber auch zum Abfangen von Lichtschächten im Kellerbereich verwendet werden. Ebenso finden Gabionen ihre Anwendung in der Technik der Retentionsbodenfilter, hier insbesondere als Schutz im Einlaufbereich der Bodenfilter, jedoch auch zur Wasserleitung/Zulaufrinnen. Bedingt durch die individuelle Konfektionierungsmöglichkeit, können auch geschwungene Einbauten ermöglicht werden. Auch zur Verwendung von Sitzgelegenheiten (Parkbänken) oder als Abtrennung, finden Gabionen ihren Einsatz. In vielen Fällen werden somit auch natürliche Lebensräume für Amphibien, Insekten oder andere Lebewesen geschaffen. Auch im künstlerischen Bereich, z.B. Füllung mit bearbeiteten Glasscherben, Einbau von Beleuchtungsmitteln oder anderen gestalterischen Möglichkeiten sind beim Bau mit Gabionen möglich und nicht unüblich.

Gabionen als Einlaufsperre an einem Retentionsbodenfilterbecken
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Zulaufbereich
eines Bodenfilters ausgerüstet mit Gabionen
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Retentionsbodenodenfilter
mit Gabionen
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Eine Gabionenwand an einem Bodenfilter
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Die Basis aller Gabionen besteht aus einem Stahldraht.
Dieser kann aus sogenanntem Schwarzstahl, z.B. ST37 oder rostfreiem Stahl,
z.B. 1.4571 (316) bestehen. Für die meisten Einsatzfälle wird ein
normaler Stahldraht aus ST37 o.ä. aus Kostengründen verwendet. Dieser
Draht wird dann jedoch gegen Korrosion durch eine Oberflächenbehandlung
geschützt. Hierzu gibt es verschiedene Varianten:
Feuerverzinkung,
Spezialverzinkung, z.B. Galfan®,
PVC-Beschichtung (zusätzlich zur Verzinkung),
Beschichtung mit HDPE (zusätzlich zu der Verzinkung).
Eine Feuerverzinkung bietet den geringsten Schutz, da
schon geringe mechanische Beeinflussung diesen Oberflächenschutz beschädigen
und somit die höchste Gefahr der Korrosion besteht. Bei der Spezialverzinkung
Typ Galfan® (DIN1548) hat man für den Oberflächenschutz zu den
95%igen Zinkanteil einen 5%igen Aluminiumanteil hinzugefügt. Diese Entwicklung,
ursprünglich aus Kanada.
Das „triple-life“-Verfahren basiert auf dem Galfen® -Verfahren und führt
zu einer höheren Langlebigkeit und ist ein hochwertiger Korrosionsschutz.
Ein Vorteil des Verfahrens und der Alu-Zink-Materialmischung ist die feinere
Mikrostruktur, da bei Beschädigung der Oberfläche (z.B. Kratzer)
durch den kathodischen Schutz die Oberfläche wieder geschlossen wird,
also eine Art „Selbstheilung“ eintritt.
Das „triple-life“-System ersetzt die einfache Verzinkung
durch Galvanisierung sowie die Feuerverzinkung, ebenso die PVC-Beschichtung
bis auf Sondereinsatzfälle wie z.B. im Wasserbau oder

Negativbeispiel für schlechte
PVC-Beschichtung:
Nach einem Sturm teilweise gebrochen, somit ist der Draht nun ungeschützt
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Korodierter Draht einer
Flußmatratze. Die Drähte sind gebrochen. Die Galvanisierung hat nicht nachhaltig vor Korosion geschützt |
Korodierter Draht einer
Flußmatratze. Die Drähte sind gebrochen. Die Galvanisierung hat nicht nachhaltig vor Korosion geschützt |
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Korodierter Draht einer
Flußmatratze. Die Drähte sind gebrochen. Die Galvanisierung hat nicht nachhaltig vor Korosion geschützt |
Ein "Reparaturversuch"
mit einer 2.Lage aus gedrilltem und verzinktem Draht |
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Die Drahtstärke ist
viel zu dünn und den mechanischen Ansprüchen nicht gewachsen |
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Ein weiteres
Negativbeispiel (an einer Pflanzenkläranlage in Höhenluft):
Der Draht ist verrostet.
Typische Fehlerquelle: falsche Verschlusstechnik und falsches Material |
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in Bereichen mit aggressiven Medien,
z.B. Abwasser oder Salzwasser. Die Problematik der PVC-Beschichtung besteht
in dem Einsatz in umweltsensiblen Bereichen, da PVC durch die verwendeten
Weichmacher nicht in Naturschutzgebieten o.ä. toleriert wird.
Die PVC-Beschichtung ist eine Umhüllung, die den Draht lose (wie ein
Schlauch), ohne direktes Eindringen in den Stahldraht umhüllt. Somit
ist es keine hochwertige Beschichtung.
Einige Anbieter stellen daher in aufwendigen Produktionsverfahren, d.h. in
4 Arbeitsgängen mittels Primer und einer Art Kleber einen festen Verbund
her.
Der Nachteil des Materials PVC bleibt jedoch im Übrigen bestehen.
Dieses Produktionsverfahren ist ebenfalls sehr kostenintensiv im Vergleich
zur Standard-PVC-Beschichtung, so dass es sinnvoller ist, von vornherein auf
eine HDPE-Beschichtung auszuweichen.
Im Übrigen werden die meisten PVC-beschichteten Gabionen nicht in dem
o.g. aufwendigen Verfahren beschichtet.
Beständigkeit |
HDPE-Beschichtung |
PVC-beschichtet, verzinkt |
Oxidation |
Gut |
Gut |
Hitze |
Gut |
Gut bis befriedigend |
Öl |
Gut bis befriedigend |
Ausreichend |
Niedrige Temperaturen |
Gut bis - 135°C |
Ausreichend bis -40°C |
UV |
Gut |
Gut bis befriedigend |
Ozone |
Gut |
Gut |
Abrieb |
Gut |
Befriedigend bis ausreichend |
Bruchdehnung |
700,00% |
280,00% |
Bruchfestigkeit |
>= 30 kPa |
>= 16 kPa |
Wasser |
Befriedigend |
Ausreichend |
Säuren |
Gut |
Gut bis befriedigend |
Laugen |
Gut |
Gut bis befriedigend |
Benzin |
Gut |
Magelhaft |
Eine Beschichtung der Spezialverzinkung mit HDPE bietet neben der besseren Umweltverträglichkeit auch den Vorteil, dass sie sich direkt mit dem darunter liegenden Material verbindet. Bei einer Beschädigung der üblichen PVC-Beschichtung lassen sich ggf. die Rest PVC-Stücke auf dem Draht hin- und herschieben. Dadurch kann Feuchtigkeit die PVC-Schicht unterwandern und somit sehr schnell zur Korrosion führen. BGS bietet im Standard die Spezialverzinkung nach Galfan® an und auf Wunsch eine zusätzliche Beschichtung mit HDPE. Auf Anfrage sind jedoch auch PVC und Feuerverzinkung als Materialvarianten lieferbar, jedoch dann mit o.g. qualitativen Einschränkungen.
Gabionen können grundsätzlich in zwei verschiedenen Ausführungen geliefert werden. Zunächst einmal die ursprünglichste Form aus „gedrilltem“ Draht in einem 6-Eck-Geflecht. Dieses ist die einfachste und instabilste Form der Gabione, die sich bei der Befüllung sehr häufig als nicht formstabil zeigt.
Auswölbungen und Deformationen sind nicht unüblich.
Teilweise wird versucht, diese Gabionenvariante vorbefüllt anzuheben
und an den endgültigen Einbauplatz wieder abzulegen. Hierbei zeigt sich
sehr häufig, dass durch diese Vorgehensweise, für die die Gabione
in gedrillter Ausführung nicht konzipiert wurde, Beschädigungen
u.a. an der Beschichtung aufzeigt, die im Nachhinein zu entsprechenden Korrosionsproblemen
führen kann.
Auch kommt es durch den Transport im befüllten Zustand häufig zu
erheblichen Deformationen der Gabionen, die nicht mehr reparable sind.
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Negativbeispiel für
eine zuvor im befüllten Zustand transportierte Gabione: Die Drähte sind herausgerissen und deformiert |
Gabionen aus gedrilltem
Sechseckgeflecht , befüllt und danach transportiert und eingebaut
- die Deformationen sind deutlich zu erkennen |
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Richtig befüllt,
verdichtet und mit einem geeigneten Transportmittel transportiert
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Die zweite auf Basis der Erkenntnisse der gedrillten Drahtgabionen
entwickelte Variante, sind sogenannte geschweißte Gabionen,
die wesentlich formstabiler, in kleinen Größen auch im vorbefüllten
Zustand, transportabel sind und eine sehr hohe Formstabilität bei max.
Festigkeit der Verbindungsstellen besitzt. Diese Variante ist auch in Sonderform,
z.B. konisch zulaufend oder mit einem Radius, lieferbar. Bei einer leicht
zugänglichen Baustelle, unter Berücksichtigung der Ausrichtung der
Gitter, in der gewünschte Breite und Höhe sowie von BGS empfohlenen
Verwendung von sogenannten Zwischengittern/Zwischenwänden (ca. alle 50
– 100 cm) können an einem durchschnittlichen Arbeitstag mit 4 Personen
sowie einem Bagger oder Radlader ca. 50 – 60 m³ an Gabionen hergestellt
werden. Hinzu kommen eventuelle Mehraufwendungen durch Verwendung von Sonderbefüllmaterialien,
besonderen Anformungen an die Befüllung (ggf. per Hand) u.ä..
Ebenfalls ist die Montage schneller und einfacher als bei der gedrillten Version.
Eine gute Beschichtungsqualität hängt auch von dem Schweißverfahren
der einzelnen Verbindungsstellen ab. Bei einer schlechten Schweißtechnik,
d.h. falscher Temperatureinbringung, wird der Korrosionsschutz beschädigt
und somit die Langlebigkeit deutlich beeinträchtigt.
Insofern kommt es bei der Auswahl der Gabionen u.a. auf die Herstellungsart der industriell hergestellten Gitterplatten an. Es wird davon abgeraten, Billigprodukte auszuwählen, da hier der Preisvorteil primär über eine schlechte Schweiß- oder Beschichtungstechnik bzw Beschichtungsmaterial erzielt wird, die sich dann bezüglich der Langlebigkeit später mit aufwendigen Reklamationsnacharbeiten von einem Qualitätsprodukt unterscheidet. Der Standard von BGS sind punktgeschweißte Gitter, die den hohen Qualitätsanforderungen, wie dargestellt, entsprechen. Bei den Maßangaben wird generell wie folgt das Maß angegeben: Länge x Breite x Höhe (in cm oder m).

Die üblichen Drahtstärken betragen 3,4 sowie 5 mm ggf plus der Zusatz der Beschichtungsstärke, z.B. bei PVC oder HDPE-Beschichtung.
Drahtdurchmesser von 3 mm werden gestalterisch, z.B. bei Sitzbänken, kleineren Zaunanlagen, Parkanlagengestaltungen, geringerer Bauhöhe etc. eingesetzt, da der 3mm starke Draht relativ unauffällig ist und die Gestaltung des Gesamtelementes somit in den Vordergrund rückt.
Drahtstärken von 4 mm werden für Gabionenausführungen mit Bodenfüllungen verwendet, weil hier ein höherer innerer Druck entsteht durch die aufgefüllte Erde.
5 mm Drahtstärken, die stärkste Standardvariante, wird für Stützmauern, Brückeneinfassungen und anderen Sicherungsbauweisen von hohen Bauwerken, z.B. Lärmschutzwänden, verwendet.
Größer 5 mm Drahtstärken sind für Sondereinsatzfälle auf Anfrage für besonders hohe Belastungen ebenfalls lieferbar. Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Maschenweite. BGS setzt hier eine Maschenweite im Standard von 5 x 10 oder 10 x 10 cm ein (andere Maschenweite auf Anfrage). Diese gewährt eine max. Stabilität auch schon bei dünnen Drahtstärken von nur 3 mm. Ebenfalls ist der Verfüllaufwand hierdurch einfacher, da ein max. monolitischer Verbund erreicht wird, ohne dass zu großes Material verwendet werden muss, wie z.B. bei Maschenweiten von 10 x 10 cm.
Bei der Standardmaschenweite von 76,2 x 76,2 cm kann das Füllmaterial im Durchschnitt zwischen 80 – 200 mm verwendet werden. Bei Bauhöhen von Gabionenbauwerken > 2m sollte eine Drahtstärke grundsätzlich genommen werden, die >= 4mm beträgt. Das Gleiche gilt für problematische Untergründe. Hierzu noch weitere Details im nächsten Kapitel. Das Gewichtsverhältnis von Gabionen, Drahtdurchmesser von ca. 3 mm zu einem Durchmesser von ca. 4 mm liegt im Verhältnis von ca. 1 : 1,3, d.h. diese stärkeren Drahtdurchmesser sind ungefähr 1/3 schwerer vom Eigengewicht. Dieses ist ebenfalls bei der Auslegung durch einen Statiker zu berücksichtigen.
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Bauteile der geschweißten Gabione
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Verbindung
mittels Spiralen ( bieten Schutz vor evtl. Verletzungen an den geschnittenen Kanten) |
Vorder- und Seitenteil
fertig, mittels Spirale verbunden |
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Spiralen, Typ 50 |
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Spiralen, Typ 100
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Distanzhalter
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Die Einzelteile der Gabione sind das
Diese werden mit- und untereinander verbunden. Für
die Verbindung werden Spezialverschlüsse in
Form von Spiralen verwendet. Diese haben den Vorteil, dass eine max. Verbindungsfestigkeit
erreicht wird und zusätzlich alle Enden der Einzelgitterplatten durch
die Spiralen abgedeckt werden
und damit eine Verletzungsgefahr durch eventuell vorhandene scharfe Drahtenden
nicht besteht.
Bedingt durch diese Konstruktion sind Gabionen in der Lage hohe Druckbelastungen abzufangen und widerstehen. Die BesTec®Gabionen sind in der Lage, durch das Spiralverschlussystem und die einzelnen Paneelen (Gitterplatten) vor Ort nach den Wünschen in der Länge, Breite sowie Höhe individuell angepasst zu werden. Ein weiterer Vorteil ist der variable Einbau und die Gestaltungsmöglichkeit. Durch Anpassung vor Ort, ohne dabei den Langzeitkorrosionsschutz zu beschädigen.
Insbesondere bei dem Verschließen der Gabionen werden häufig fatale Fehler begangen, die zwar einen schnellen (und billigen) Aufbau zur Folge haben, jedoch später die gewünschte Langlebigkeit erheblich beeinträchtigen können. So werden häufig nur sogennannte C-Klammern verwendet und nicht die von BGS empfohlenen Spannanker und Spiralen. Bei einer durchschnittlichen Leistung von 40 Klammern pro Minute ist sehr schnell nachvollziehbar, dass eine Montage nur mit Klammern sehr schnell geht, aber häufig die Stabilität auf langfristige Sicht und eine Formstabilität direkt nach der Befüllung nicht erreicht wird. Für vorbefüllte Gabionen (Details hierzu u.a. im Kapitel Flussmatratzen) sind die Verwendung von C-Klammern (C-Ringen) absolut ungeeignet und dienen bei BGS lediglich für die erste Konfektionierung, aber nicht für den dauerhaften Verschluss. Desweiteren ist auf die richtige Kombination der Verschlussmaterialien, in Bezug auf das Material der Gabione zu achten. Eine PVC-ummantelte Gabione mit C-Klammern aus verzinktem Material zu schließen, ist fachlich und qualitativ falsch und führt zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Langlebigkeit des Gabionenaufbaus.
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Negativbeispiel: Gabione,
verschlossen mit nur stahlverzinkten C-Ringen |
Durch fehlende Verbindung
der einzelnen Gabionen mit- und untereinander Spaltenbildung. Insbesondere im Wasserbau äußerst bedenklich |
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Durch falsche Verschluss- und Transporttechnik
ist ein bündiger Verbau nicht möglich. |
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Schiefer, gestapelt |
Beton, gebrochen und
gestapelt |
Beton, gebrochen und
geschüttet |
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Kies, gestapelt |
Kies, gestapelt und sortiert |
Granit, gestapelt |
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Granit, gestapelt |
Kies, sortiert und gestapelt |
Kalkstein, gestapelt |
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Granit, geschüttet |
Kalkstein, geschüttet |
Je nach Größe der gewählten Maschenweite wird die Substratgröße festgelegt. Am häufigsten werden Steine ungebrochene oder gebrochene Natursteine verwendet. Aber auch ein Kombination aus z.B. Boden (Erdsubstraten) und Steinen ist möglich. Hier muss dann ggf. eine Filtervlieslage in die Gabione mit eingebaut werden, damit das Erdsubstrat nicht durch die Maschenweite ausgespült wird. Die Kombination zwischen Steinen und Substraten wird häufig in den Fällen gewählt, wo die Gabione auch die Aufgabe der Schalldämmung erhält. Bei der Funktion als Lärmschutz muss dann auch noch zusätzlich die Etablierung der Vegetation erfolgen. Hierzu wird in dem nachfolgenden Kapitel noch detailliert Stellung genommen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit innerhalb der Gabionen Trennwände einzubauen, so dass man von einer sogenannten Dualkammergabione spricht, die im vorderen Teil einen anderen Aufbau/Befüllung hat, als in dem hinteren Teil. Auch hierzu später noch weitere Informationen.
Es muss entschieden werden, ob die Befüllung mittels Schüttung oder durch manuelles Aufschichten der Steine erfolgen soll. Grundsätzlich sind geschüttete Gabionen mit kleineren Gesteinsmaterial möglich. Dieses ist jedoch optisch unattraktiver. Wichtig ist, auf jeden Fall, dass vor der Montage eine statische Überprüfung erfolgt, wobei sich z.B. das Gewicht der Gabionenmauer durch das spezifische Gewicht des Füllmaterials sowie den Leeranteil und das Eigengewicht der Gabione errechnet. Der Zusammenhalt des gesamten Gabionenverbandes ist von Wichtigkeit. Weil bei der Montage von geschweißten Gabionen das „Anbauschrankprinzip“ gilt, das hat dadurch höhere Stabilität, da der mechanische Druck auf die komplette Konstruktion einwirkt und nicht auf die einzelnen Körbe.
Das Füllmaterial muss grundsätzlich druckfest
und frostbeständig sein. Üblich sind Durchmesser von ca. 80-200
mm. Dieses entspricht der Klasse CP90/250 nach EN 13383.
Falls eine optisch interessante Gestaltung erfolgen soll, sind die entsprechenden
Front- und Sichtseiten per Hand zu stapeln, also nicht zu schütten. Häufig
werden die Front- und Sichtseiten
per Hand gestapelt und der hintere nicht sichtbare Bereich dann parallel zum
Aufbau der Höhen der Frontseiten geschüttet.
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Gabionen bis zu einer Höhe von 2 m können je nach den vorhandenem Untergrund ggf. ohne Verankerung aufgestellt werden. Die geschweißten Gabionen werden aus punktgeschweißten Gittern, deren Drähte aus hoch elastischem Baustahldraht bestehen, hergestellt. Sprühnebelteste nach DIN 50021-SS prüfen nach der Verzinkung die Korrosionsbeständigkeit mit Werten >= 1500 Stunden. Hier wird durch diese aufwendigen Prüfverfahren die Zielsetzungen von Haltbarkeiten >= 20 Jahren erreicht. Aufgrund der Umwelteinflüsse und bei dem Einsatz in aggressiveren Medien, z.B. Salzwasser, sind entsprechende Aufwendungen zur Verhinderung der Korrosion erforderlich. Es muss jedoch hervorgehoben werden, dass mechanische Verletzungen der Beschichtung zu einer Korrosion führen können. Daher ist bei dem Einbau, besonders bei der Befüllung ein hohes Maß an Genauigkeit, Qualifikation und Verwendung der richtigen sowie geeigneten Werkzeuge zu achten.
Bei der Montage muss schichtweise gearbeitet werden, um
so zu verhindern, dass die Gabionen sich
nach außen hinausdrücken/deformieren. Dafür werden während
der Montage entsprechende Metallschienen gesetzt, um die Stabilität während
der Befüllung zu gewährleisten und eine Formstabilität zu erreichen.
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Montage der Zwischenspanndrähte |
Bei Sicherungsbauwerken, diesbezüglich der Füllmaterialien
auf die Verfügbarkeit und Schüttdichte zu achten. Die Gitter sind
zunächst auszurichten auf die gewünschte Breite und Höhe und
werden dann üblicherweise alle 50 oder 100 cm mit Zwischengittern/Zwischenwänden
unterteilt. Aus Kostengründen wird teilweise auf diese Zwischenwände
bzw. auf die Bodengruppe der unteren Lage verzichtet. Hiervon wird grundsätzlich
abgeraten. Das Gleiche gilt für die bereits erwähnten Metallschienen
bzw. Spannanker, die vor dem „Ausbauchen“ schützen sollen – auch hier
sollte man nicht am falschen Ende sparen, sondern hier diese Bauteile verwenden.
Jeweils nach 1/3 der Befüllung des Inneren der Behälter sollten
die Spannanker mit den Front- bzw. Seiten- und Rückwänden verbunden
werden. Dadurch wird die Stabilität nachhaltig erhöht und ein „Ausbauchen“
wie bereits erwähnt, als auch ein Stauchen nach Außen, verhindert.
Die Gabionen sollten dann ca. bis zu 25 mm über die Oberkante der jeweiligen
Gabione befüllt werden, da sich das Füllmaterial unter Belastung
weiter verdichtet. Befüllung und Verdichtung erfolgt normalerweise bauseitig.
Hohe Dichte und Formstabilität erreicht man durch Einsatz z.B. von Rüttlern.
Endgültige Massanpassungen können dann ggf. durch Kürzen der
entsprechenden BesTec® Gitterplattenpaneelen mittels Bolzenschneider erreicht
werden. Werkzeuge wie Flex o.ä. Maschinen, die Hitze auf das Material
einbringen, sollten nicht verwendet werden, da hierdurch die Beschichtung
und somit der Korrosionsschutz beschädigt werden kann.
Als Füllmaterialien bieten sich häufig Granit (verschiedene Farben), Grauwacke (Graukalkstein) an. Zum Landschaftsbau kommen weiterhin gestalterische Aspekte hinzu. Hier kommen z.B. runder Schotter oder Bruchsteine zum Einsatz. Ebenfalls ist bei der Auswahl der Farbe insbesondere bei gestalterischen Aufgaben Wert zu legen. In Sonderanwendungen kommen auch Schutt, Schotter, Beton-Mineralgemisch o.ä. Füllmaterialien zum Einsatz. Hierbei liegen die spezifischen Dichten liegen (Richtwert) zwischen 2,6 und 2,9.
Auch sind diverse Farben möglich. Bruchsteine mit Dichten von ca. 2,7 gibt es häufig in den Farbtönen grau, rötlich und bräunlich. Grauwacke mit einer Dichte von 2,8 in den Farbnuancen grau bis dunkelgrau.
Bei Basalt mit einer Dichte von 2,8 sind die Farben dunkelgrau bis schwarz erhältlich.
Ergussgestein (Basanit) Diabas mit einer Dichte von 2,8 gibt es in den Farben schwarz und grün.
Sandstein (Dichte 2,6-2,7) in den Farbtönen brau, grau sowie rot. Auch eine Befüllung mit Kies ist möglich, ggf. mit Einbau eines Filters.
Gneis mit einer Dichte von 2,7 gibt es in ähnlichen Farben wie Granit:
Auch spielen die Liefermöglichkeiten an den jeweiligen Einbauort und die damit verbundenen Transportkosten eine Rolle.
Nachfolgend einige Informationen der Vorkommen der o.g. Gesteinsarten.
Basalt kommt u.a. in der Eifel, dem Westerwald, dem Vogelsberg als auch in der Rhön vor.
Granit gibt es aus Skandinavien sowie im Süddeutschen Raum.
Flusskiesel und sogenanntes Überkornmaterial überall dort wo Kies (Sand) abgebaut wird.
Kalksandstein (Sedimentgestein) ist nicht Frostsicher und daher nur bedingt einsetzbar. Gneis gibt es im Erzgebirge, dem Fichtelgebirge, dem Schwarzwald, im Nordwestlichen Sachsen, dem Harz, Odenwald, der Pfalz, im Sauerland und im Thüringer Wald vor.
Bei der Füllmaterialgröße wird üblicherweise, wie bereits erwähnt, die Körnung 80/120 bzw. 120/200mm verwendet bzw nach der bereits erwähnten Größe CP90/250 nach EN 13383, teils plattiges oder rundförmiges Material. Bei der Befüllung der Gabionen sollte jeweils der ca. 1,5 – 2-fache Wert der Maschengröße für die Auswahl der Gesteinsgröße gewählt werden.
Im gestalterischen Bereich werden auch Mauersteine, Ziegel,
Polygarnolplatten oder gemasertes Naturgestein verwendet. Auch alte Marmortische,
Pflaster oder Mauersteine, oder andere Plattenbelege werden bei primär
gestalterischen Vorgaben verwendet. Eine Kombination mit Glasbruch ggf. mit
einer indirekten Beleuchtung finden auch gestalterisch Anwendung.
Falls eine entsprechende Beleuchtung erfolgen soll, ist schon beim Aufbau
auf die entsprechende Zuleitung auf die elektrische Versorgung zu achten und
besonderes Augenmerk bei der Befüllung bezüglich der Verhinderung
von Beschädigung der E-Leitung zu legen.
Im Bereich der Dualkammergabionen wird der vordere Sichtflächenbereich
mit Steinen verfüllt oder gestapelt und die hintere Fläche durch
eine Filtervlieslage vom vorderen Bereich abgetrennt. In der hinteren Filterfläche
wird dann eine Befüllung mit Substraten vorgenommen, um hier einen Vegetationsaufbau
zu ermöglichen. Das Filtervlies sollte so gewählt werden, dass es
sich langsam zersetzt, so dass die Vegetation genügend Zeit erhält
sich aufzubauen. Üblicherweise werden als Filterfläche zwischen
den beiden Kammern synthetische Filtervliese mit einem Gewicht von ca. 400
– 600g/m² verwendet. Weitere Informationen hierzu unter BesTex®.
Grundsätzlich sollte das Filtervlies so gewählt werden, insbesondere
im Vegetationsbereich, dass es sich sehr langsam zersetzt, um der Vegetation
eine ausreichende Zeit zu gewähren, sich in der Gabione zu etablieren.
In der Trennschicht, d.h. zwischen der vorderen Sichtfläche, die mit
Steinen verfüllt wird und dem hinteren vegetativen Bereich, ist ein zersetzbares
Filtervlies zu verwenden. Bei dem Bau der Gabionen sollte das Verhältnis
von der Höhe der abzufangenden Böschung zur Breite der Gabionen
bei 1,5 – 2 : 1,0 liegen und diesen Wert nicht überschreiten.
Die Filterschicht für den Vegetationsbereich wird aus einer hochwertigen
Kokosmatte, Typ BesTex®
ESG7 hergestellt. Auch die Kombination mit der Armaflor®
Saatmatte, Typ SG3 ist möglich. Hierbei wird schon in die Matte eine
entsprechende Saat eingearbeitet. Z. B. für trockene Standorte gem. RSM
7.2.1 o.ä.

Unterführung sowie Straßenböschung begrünt
Eine weitere Möglichkeit ist das Einbringen einer kombinierten Filter-, Vlies- und Vegetationsträgermatte, Typ Repotex® S. Hierbei wird eine Matte, die ebenfalls in der Dachbegrünung ihre Anwendung findet, in die Gabionensichtfläche eingebaut und dann ggf. mit Sedumtopfplanzen oder niedrig wachsenden anspruchslosen Bodendeckern bepflanzt. Die Matte bietet einen Feuchtigkeitsspeicher und gewährleistet somit die Versorgung der Pflanzen. Eine entsprechende Düngung muss je nach Pflanzenart ggf. erfolgen.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung
einer Vegetationsträgermatte, Typ Repotex®S in Kombination
mit einer Anspritzbegrünung nach dem Roof´X®-System.
Hierbei wird eine Mischung aus Zellulose, Sedum, Gräsern für Spezialanwendung
z.B. Trockenlagen mit einem biologisch abbaubaren Kleber auf die Matte aufgebracht,
um eine zügige Vorort-Begrünung zu erreichen. Das Roof´X®-System
gibt es ebenfalls mit integrierten Bewässerungschläuchen, um bei
extremen Trockenlagen bzw. bei der Begrünung von Lüvenschutzwänden
(z.B. hergestellt aus
Gabionen) eine Begrünung dauerhaft zu etablieren). Auch die Belegung
der Gabionen mit vorkultivierten Armaflor®
Gräsermatten, hierbei wiederum vorkultiviert auf einer Vegetationsträgermatte,
Typ Repotex® S sind möglich.
Der Einbau dieser Begrünungssysteme ist nahezug ganzjährig möglich. Auch werden für die Begrünung von Gabionen in Sonderfällen „Pflanzentaschen“ ausgebildet. Dieses verwendet man z.B. bei einer Befülllung nur mit Gesteinsmaterialien. In diesen Taschen wird dann Substrat eingelagert, um hier der entsprechenden zu pflanzenden Einzelpflanze einen Lebensraum zu ermöglichen. Diese Art der Pflanzung hat den Charakter einer Initialbepflanzung. Über die Jahre wird sich dann z.B. Efeu o.a. geeignete Pflanzen je nach Witterung und Örtlichkeiten etablieren können und sich entsprechend ausbreiten.

Steilküstenschutz
mittels mehrlagiger,
in Terrassenform gebauter Gabionenwand
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Einbau von
Gabionen in den Niederlanden |
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Kombinationen mit BesTex® Erosionsschutzmatten (wie Saat- oder Grünmatten) sind sehr gut möglich |
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Neben den bereits erwähnten Bauteilen und den Spiralen zum Verschluss der Gabionen sowie den Spannankern werden auch je nach Bedarf und Situation Ringe eingesetzt. Diese gibt es in verzinkter als auch Edelstahlmaterialausführung. Für die Montage der Ringe werden manuelle Zangen oder pneumatische Zangen eingesetzt. Die pneumatischen Zangen werden von BGS ebenfalls in BesFix® angeboten. Die Zangen werden in einem Koffer verpackt geliefert.
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Pneumatische Zange für C-Ringe,
inkl. Werzeugkoffer |
Ausführung
einer manuellen Zange. Für kleinere Baumaßnahmen ist die Verwendung dieses Werkzeuges möglich |
Für den Betrieb der pneumatischen Zange ist ein Kompressor mit einer kontinuierlichen Leistung von 4-6 bar erforderlich. Die Ringe gibt es in zwei Varianten (verzinkt oder Edelstahl). Ebenfalls werden neben den Spannankern und verzinkte Drähte bzw. PVC-beschichtete Drähte für die Montage der Gabionen angeboten. Auch hier ist die richtige Materialkonstruktionen erforderlich, da die Verwendung von verzinkten Ringen für den Verschluss von Edelstahlgabionen oder PVC/HDPE-beschichteten Ausführungen falsch ist und die Gesamtkonstruktion gefährdet.
Die BesTec® Drahtsteinkörbe gibt es in folgenden Standard-Ausführungen und Abmessungen:
Spezialverzinkung (triple-life) (95% Zink, 5% Aluminium)
Standardmaße |
Drahtdurchmesser |
(L/B/H) |
|
1 m x 1 m x 1 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
1,5 m x 1 m x 1 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
2 m x 1 m x 1 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
3 m x 1 m x 1 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
4 m x 1 m x 1 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
1 m x 1 m x 0,5 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
1,5 m x 1 m x 0,5 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
2 m x 1 m x 0,5 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
3 m x 1 m x 0,5 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
4 m x 1 m x 0,5 m |
3,5/4,5/5,0 mm |
verzinkt mit PVC-Ummantelung
Standardmaße |
Drahtdurchmesser* |
(L/B/H) |
|
1 m x 1 m x 1 m |
3,0/3,8 mm |
1,5 m x 1 m x 1 m |
3,0/3,8 mm |
2 m x 1 m x 1 m |
3,0/3,8 mm |
3 m x 1 m x 1 m |
3,0/3,8 mm |
4 m x 1 m x 1 m |
3,0/3,8 mm |
1 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/3,8 mm |
1,5 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/3,8 mm |
2 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/3,8 mm |
3 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/3,8 mm |
4 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/3,8 mm |
* Der BGS Standard ist ein Drahtdurchmesser von 3,0 mm, der dann mit einer
Ummantelung aus PVC (ca. 0,8mm) zu einem Gesamtdrahtdurchmesser von 3,8 mm
führt.
Rostfreier Stahl (z.B. 1.4571/316)
Standardmaße |
Drahtdurchmesser |
1 m x 1 m x 1 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
1,5 m x 1 m x 1 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
2 m x 1 m x 1 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
3 m x 1 m x 1 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
4 m x 1 m x 1 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
1 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
1,5 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
2 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
3 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
4 m x 1 m x 0,5 m |
3,0/4,0/5,0 mm |
Andere Maße: auf Anfrage
Maschenweite:
Für die o.g. Ausführungen gilt als Standardmaschenweite:
5 x 10 oder 10 x 10 cm.
Hierbei ist zu beachten, dass die o.e. Längenmaße nur Näherungswerte sind. Das endgültige Maß ergibt sich durch die Anzahl der Maschen unter Berücksichtigung der Maschenweite von 76,2 mm.
Andere Maschenweiten, z.B. 60 x 80 oder 100 x 100 mm sind auf Anfrage bei entsprechenden größeren Mengen auftragsgebunden lieferbar.
Als Sonderform der BesTec® geschweißten Gabionen
gibt es die Baureihe 700.
Diese Baureihe hat generell nur eine Bautiefe von 700mm sowie die Bauhöhe
von 700mm.
Die Front und Rückseite ist aus stabilen Gitterplatten.
Das System verringert die Gefahr von konstruktionsbedingten Deformationen
insbesondere an der Frontseite.Bezüglich der Neigung kann die Böschungsstruktur
von 6 Grad auf 10 Grad erhöht werden, ohne zusätzlichen Konstruktionsaufwand.
Die übliche Verwendung liegt im Bereich von Stützmauern und Wällen.
8. Flussmatratzen, Gabionen im Wasserbau
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Schematische
Darstellung Böschungs- und Sohlsicherung mittels Flussmatratzen |

Aufbaubeschreibung der Flussmatratzen
Eine Sonderform der Gabionen sind die sogenanten Flussmatratzen, die in begrünter Form auch Röhrichtgabionen genannt werden. Pirmär werden Flussmatratzen in gedrilltem Sechs-Eck-Geflecht verzinkt und PVC-ummantelt angeboten. BGS bietet mit dem BesTec®-Programm sowohl diese Standardvariante aus gedrilltem Draht, als auch die punktgeschweißte Ausführung an. Der gedrillte Draht aus dem das Netzt besteht, ist dickverzinkt. Mechanische Eigenschaften des Netzes übertreffen die Anforderungen der EN 10223-3.
Alle mechanischen Eigenschaften des Drahtes sind vor dem Flechten des Netzes zu prüfen.

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Verschiedene
Profilbeispiele |
Kombination aus
Flussmatratzen sowie Gabionen |
Der Aufbau der Gabionen ist grundsätzlich ähnlich
wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erläutert. jedoch werden
hier die einzelnen Matratzen innerhalb der jeweiligen Gabione nochmals durch
Kammern unterteilt, um eine höhere Formstabilität und eine entsprechend
größere Widerstandfsfähigkeit gegen hydraulisch mechanische
Belastungen zu erreichen. Flussmatratzen sind grundsätzlich sogenannte
Flachkörperelemente, die in Flussbauwerken, insbesondere in Italien,
vor über 100 Jahren bereits Anwendung fanden. Bedingt durch die erforderliche
Befüllung vor Ort, und das teilweise im oder unter Wasser, ist der Einbau
entsprechend problematisch. Ebenfalls ist größte Sorgfalt bei der
Befüllung bzgl. der Vermeidung von Beschädigungen der Oberflächen-
korrosionsschutzbeschichtung (Verzinkung oder PVC/HDPE) zu vermeiden.

Insbesondere wenn über die bereits verlegten Einzelelemente Maschinen fahren, z.B. Kettenbagger, ist eine Beschädigung nicht auszuschließen. Aufgrund dieser Begleitumstände wurde bereits vor einigen Jahrzehnte alternativ zur Flussmatratze aus Draht das sogenannte BesTec® Kammerdeckwerk entwickelt. Dieses besteht anstelle von Draht aus einen hoch belastbaren Polypropylen-Netz, welches vor dem Einbau bereits befüllt und problemlos zum Einbauort transportiert werden kann.
Um den Nachteil der Befüllung im oder unter Wasser zu vermeiden, wurden in den vergangenen Jahren Bemühungen unternommen, ebenfalls eine Befüllung vor Ort und einen Transport zum endgültigen Einbauplatz zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind jedoch als unbefriedigend zu klassifizieren. Es werden z.B. nicht die erforderlichen speziellen Verschlusstechniken (keine Ringe und keine Spiralen) sondern ein doppellagiger PVC-ummantelter Draht (verwendet), so dass durch das Anheben der befüllten Gabione erhebliche Deformierungen an dem Maschengeflecht erfolgen. Durch diese starke Deformation und Belastung kommt es ebenfalls zu Haarrissen in der Beschichtung, so dass eine frühzeitige Korrosion der Drähte nicht auszuschließen ist.
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Negativbeispiel
für nicht fachmännische Befüllung sowie Transport und
Einbau. Hier durch Versatz innerhalb der Gesamtkonstruktion von bis
zu 20 cm Spaltenbildung und Abrutschung
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Negativbeispiel für die Korrosion von Gabionen, eingebaut an der Ostsee; Wellenschlag und Sedimentfracht direkt ausgesetzt. Bereits nach 2 Jahren korrodiert. |
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Dadurch, dass die Gabione zusammengebrochen ist, sind alle Steine nach vorne gerollt
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Bei der Verwendung der Gabionentechnik mit Stahldrähten als Umhüllung, sollte daher zumindest die richtige Verschlusstechnik eine geeignete Anzahlt von Einzelkammern innerhalb der Flussmatratze und das richtige Material für den Verschluss verwendet werden. Die Verbindung der Flussmatratzen wird entweder mit Bindedraht oder mit Rundverschlussklammern ausgeführt. Die Rundverschlussklammern sollen an die dickeren Randdrähte in Abständen von max. 200 mm angebracht werden. Diese Klammern sind mittels spezieller Werkzeuge anzubringen. Die Rundverschlussklammern haben die folgenden Eigenschaften:


Eine bessere Alternative ist die Verwendung von punktgeschweißten Gittern, die man ebenfalls als Flachkörperelement herstellen kann. Hierdurch wird eine höhere Formstabilität erreicht, jedoch ist auch hier eine aufwendigere Verschlusstechnik, d.h. nicht nur die Verwendung von C-Ringen und Spiralen erforderlich. Dieses Grundmaterial ist zusammen mit den punktgeschweißten Gittern teurer als die gedrillte Variante, jedoch werden hier einige der grundsätzlichen Fehler von vornherein vermieden. Die durch Zwischentransporte und Befüllung beschriebenen Gefahren der Beschädigung können u.a. vermindert oder vermieden werden, in dem man anstalle einer PVC-Ummantelung eine hochwertigere HDPE-Beschichtung (bei der Ausführung gedrillter Drähte) oder eine selbstverständlich entsprechend getreuere Ausführung von geschweißten Eidelstahldrahtgittern verwendet.
Ein Nachteil gegenüber der Verwendung von vollsynthetischen Netzen bleibt jedoch die fehlende Flexibilität. So dass in Bereichen mit hohen mechanischen Belastungen insbesondere bei Wellen (Sog und Schwall) sollte daher das synthetische BesTec® Kammerdeckwerk den Flussmatratzen vorgezogen werden. In anderen aquatischen Bereichen, z.B. an Staubecken, Hochwasserrückhaltesysteme etc. ist bei Beachtung der o.g. Qualitätskreiterien jedoch die Flussmatratze ein bewährtes Produkt.
Um den Nachteil der Befüllung im oder unter Wasser zu vermeiden, wurden in den vergangenen Jahren Bemühungen unternommen, ebenfalls eine Befüllung vor Ort und einen Transport zum endgültigen Einbauplatz zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind jedoch als unbefriedigend zu klassifizieren. Es werden z.B. nicht die erforderlichen speziellen Verschlusstechniken (keine Ringe und keine Spiralen) sondern ein doppellagiger PVC-ummantelter Draht (verwendet), so dass durch das Anheben der befüllten Gabione erhebliche Deformierungen an dem Maschengeflecht erfolgen. Durch diese starke Deformation und Belastung kommt es ebenfalls zu Haarrissen in der Beschichtung, so dass eine frühzeitige Korrosion der Drähte nicht auszuschließen ist.
Weitere Beispiele für Einbausysteme:
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Weitere Beispiel
für Einbausysteme |
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Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 2 m x 1 m x 0,15 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 2 m x 2 m x 0,15 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,15 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 4 m x 2 m x 0,15 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 5 m x 2 m x 0,15 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 6 m x 2 m x 0,5 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 2 m x 1 m x 0,17 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 2 m x 2 m x 0,17 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,17 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 4 m x 2 m x 0,17 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 5 m x 2 m x 0,17 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 6 m x 2 m x 0,17 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 2 m x 1 m x 0,20 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 2 m x 2 m x 0,20 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,20 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 4 m x 2 m x 0,20 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 5 m x 2 m x 0,20 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 6 m x 2 m x 0,20 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 2 m x 1 m x 0,23 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 2 m x 2 m x 0,23 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,23 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 4 m x 2 m x 0,23 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 5 m x 2 m x 0,23 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 6 m x 2 m x 0,23 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 2 m x 1 m x 0,25 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 2 m x 2 m x 0,25 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,25 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 4 m x 2 m x 0,25 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 5 m x 2 m x 0,25 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 6 m x 2 m x 0,25 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 2 m x 1 m x 0,30 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 2 m x 2 m x 0,30 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,30 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 4 m x 2 m x 0,30 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 5 m x 2 m x 0,30 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 6 m x 2 m x 0,30 m | 3,0/2,2/2,7 mm Toleranz: 0,05/0,06/0,06mm Zinkauflage 215/230/245 gr/m² |
5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
verzinkt mit PVC-Beschichtung
Standardmaße (L/B/H) |
Drahtdurchmesser |
Maschenweite |
| 3 m x 2 m x 0,15 m | 3,0 / 3,8 mm | 5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,225 m | 3,0 / 3,8 mm | 5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 2 m x 0,30 m | 3,0 / 3,8 mm | 5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 1 m x 0,15 m | 3,0 / 3,8 mm | 5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 1 m x 0,225 m | 3,0 / 3,8 mm | 5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
| 3 m x 1 m x 0,30 m | 3,0 / 3,8 mm | 5 x 7 mm / 6 x 8 mm |
Basierend auf den zuvor beschriebenen Ausführungen zum Thema Flußmatrazen gibt es eine Sonderausführung: die Sackgabionen.




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